Spätestens seit dem Freiluftkino-Debakel wissen wir, dass dieser Senat kein Freund von „lasst uns mal Kultur unter die Hamburger bringen — für lau!“ ist. Es muss Geld in die Kassen spülen, nur dann ist Kunst akzeptabel. Was für eine traurige Sichtweise…
Zum Glück gibt es auch noch Freigeister, die sich nicht um Ole und Co. scheren. Wer sich von der Musikhalle (!) kommend auf dem Valentinskamp in Richtung Gänsemarkt begibt, der kommt an der Caffamacherreihe vorbei. Hier rechts einbiegen und in eine der letzten dunklen Gassen Hamburgs eintreten. Nein, nicht ins Gebäude der senatseigenen Presse. Etwas früher. Genauer in den Hinterhof hinter dem Eckgebäude. Dort haben die Kupferdiebe ihre Kunst ausgestellt. Graffitis, aber auch Dreidimensionales und Bilder hängen da einfach herum. Geht doch. Man muss allerdings auf Schnittchen und Schampus verzichten…